Choleriker
Choleriker. Wie oft hat man das im normalen Sprachgebrauch schon zu anderen gesagt? "Du Choleriker", aber wer hat schon tatsächlich mit einem zu tun gehabt? Wer musste tatsächlich schon längere Zeiten mit einem unter einem Dach leben?

Es ist fast beschämend das ich so lange dafür brauchte zu akzeptieren und zu erkennen, dass das Verhalten meines Vaters nicht nur einfach mein Vater ist, sondern das er schlicht und einfach ein Choleriker ist. Ich bin fast sprachlos, überfordert und machtlos die ganze Situation spitzt sich dermaßen zu.

Meiner Mutter geht es furchtbar schlecht und sie hat mit ziemlicher Sicherheit Depressionen. Nimmt derzeit Homopathischemittel, aber ob das Hilft? Sie hat es auch mit den Magenschlemhäuten und lag auch kürzlich diesbezüglich erst im Krankenhaus, vermutlich alles hervorgerufen durch den Stress daheim. Auch der psychische Zustand meiner Mutter ist, auch bedingt durch die Depressionen, schlecht. Sie ist Paranoid und nimmt alles sehr, viel zu sehr, zu Herzen.

Mit meinen Vater ist kaum zu reden, ich hab ihn neulich noch nie so ausweichend erlebt, als ich anmerken ließ das ein Familientherapeut wohl weiter helfen würde. Er war plötzlich so beschäftigt, das hab ich noch nie erlebt. Und ich fürchte ich kann ihn nicht zu einer Familientheraphie überzeugen. Er ist solch ein unglücklicher Mensch, ich sehe ihn selten lächeln oder lachen. Er ist schon seit Jahren und seit über einen Jahrzehnt schon ein Einsiedler. Kaum Freunde und verkriecht sich in seinen Zimmer und guckt TV. Es ist so schwierig sich mit ihm zu unterhalten - schon immer gewesen. Da er sofort beleidigend wird, wenn man ihn nicht auf anhieb versteht oder etwas nachfragt weil man ihn nicht ganz folgen kann. Es ist soooo unglaublich schwierig.... und ich bin absolut überfordert. Neben den privaten Stress, bin ich auch noch umgezogen und muss mich auch erst in meinen neuen Wohnort zu recht finden, studieren und arbeiten. Neue Freunde finden und die neue Fernbeziehung mit meinen Freund auf die Reihe kriegen... Eine harmonische Basis, alias Familie wäre da sehr förderlich. Aber derzeit ist es eher der 3. Weltkrieg in meinen Leben. Und ich weiß einfach nicht weiter... Wenn sich bald nicht etwas ändert, fürchte ich das meine Mutter über kurz oder lang sehr krank wird und noch unglücklicher. Ich kann mir nicht vorstellen das sie sich scheiden lassen würde, dafür ist sie zu alt, sie beommt nicht viel Rente und wäre auf sich allein gestellt. Auch die Heimat die sie und wir alle seit über 15 Jahren bewohnen würde nicht mehr existieren. Meine Mutter ist nicht mehr die jüngste und ich habe etwas Angst das sie ihren Lebensmut verliert und jeder kennt die Geschichten, was mit älteren Menschen geschieht die keinen Sinn mehr in ihren Leben sehen.

Ich denke das meinen Vater oder meinen Eltern ein Familientherapeut weiter helfen könnte.... aber wir reden hier einen Choleriker zu überzeugen einen Therapeuten aufzusuchen! Einen Choleriker.... man kann mit einen Choleriker nicht reden... und ihn erst nicht überzeugen....

Ein Kreislauf... Ein Hexen-Kessel...

04.05.2011 22:05 Direktlink / Kommentare (3) / Administration
 
Weiterleiten
Suchen
Seiten
Neueste Kommentare
01.23.: Sesshomaru-sama
01.22.: Lilli_chan
05.05.: HeavenLeigh
02.15.: AM
12.22.: AM
09.22.: Lilli_chan
09.15.: KamelToD
09.15.: The_Dark_Master
08.23.:
01.01.:
Schlagworte
Keine Einträge
Kategorien
Keine Einträge
Einträge vom...
- Juli '11 (1)
- Mai '11 (1)
- März '11 (1)
- Februar '07 (1)
- Dezember '06 (1)
- August '06 (1)
- Juli '06 (2)
- März '06 (1)
- Februar '06 (2)

Zurück zum Index